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Die Verhaltensänderung in der MPU

Der Gutachter möchte in der MPU wissen, ob Sie sich Kenntnisse und Kompetenzen erarbeitet haben. Und er will natürlich wissen, was die Motivation für Ihre Verhaltensänderung ist. Je konkreter Ihre Vorsätze, je nachvollziehbarer Ihre Argumente, je klarer Ihre selbstkritische Einschätzung ist, desto leichter ist es natürlich das Einhalten dieser Vorsätze dem Gutachter gegenüber nachvollziehbar aufzuzeigen.

Wenn etwas nur sehr vage, also nicht tiefgreifend, selbstkritisch und einsichtig von Ihnen dargestellt wird, dann wird es auch schwieriger sich selbst daran zu halten. So sieht es der Psychologe.

Die Frage nach dem Grund einer Verhaltensänderung (Motivation) ist deshalb so wichtig, um zu prüfen, ob die Verhaltensänderung von einer nachvollziehbaren Begründung getragen wird, so dass sie auch für die Zukunft hält und ein Rückfall eben nichts als wahrscheinlich scheint oder ob es Ihnen nur darum geht, schnell den Führerschein wiederzubekommen.

In diesem Zusammenhang stehen Begriffe wie Aufarbeitung der Vorgeschichte, Problemsicht und Problemeinsicht als sog. „intrinsische“ Motive (intrinsisch bedeutet in der Psychologie „von innen her; aus eigenem Antrieb“) und „extrinsische“ Motive (extrinsisch bedeutet in der Psychologie „von außen her angeregt, bestimmt, gesteuert), wie z.B. dem Wunsch nach motorisierter Mobilität oder dem Erhalt des Arbeitsplatzes. Hierbei differenzieren die Gutachter in der MPU zwischen den „guten“ intrinsischen Motiven (diese sind in der Regel stabilere Faktoren) und den „schlechten extrinsischen Motiven (weil diese eher oberflächlicher Natur und somit wenig tragfähig sind). Das ist nachvollziehbar, weil der Betroffene sich ja nicht auf den Einfluss äußerer Umstände oder ihrer Bezugspersonen verlassen darf, sondern „sich selbst verändern muss“, um unabhängig von wechselnden situativen Bedingungen die Gewähr für eine Vermeidung von zukünftigen Rückfällen zu bieten.

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